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Hamster in Not

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Beiträge: 80

Registrierungsdatum: 14. Mai 2011

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Dienstag, 17. Juli 2012, 20:49

Artgerechte Hamsterhaltung

Haus mit abnehmbarem Dach

Ein Haus sollte ein abnehmbares Dach haben, damit man ungestört Nestkontrollen durchführen kann. Diese sind vor allem dann wichtig, wenn der Hamster Frischfutter bunkert. Um zu kontrollieren, dass nichts im Haus verschimmelt, werden regelmäßig Nestkontrollen durchgeführt.
Außerdem ist es vorteilhaft, wenn man z.B. bei kranken Hamstern schauen möchte, wie der Zustand ist, ohne dass man das Nest kaputt machen und den Hamster unnötig stressen muss.
Ebenso ist es durch das abnehmbare Dach viel einfacher, sich im Haus befindliche Toiletten zu reinigen.
Besonders schön sind Mehrkammerhäuser, da sie dem natürlichen Lebensraum näher kommen und der Hamster die Möglichkeit hat, sich im Haus verschiedene
Bereiche wie Schlafplatz, Futterplatz, etc. einzurichten.
Die Eingänge sollten bei Zwergen mind. 5 cm, bei Mittelhamstern 7 cm betragen, damit der Hamster problemlos mit vollen Backentaschen ein- und ausgehen kann.




Laufrad

Beim Laufrad ist es wichtig darauf zu achten, dass es eine geschlossene Lauffläche und keinen Schereneffekt hat.
Außerdem sollte der Durchmesser bei einem Zwerghamster mindestens 25cm betragen (bei großen Zwerghamstern besser die Maße wie bei Mittelhamstern), bei einem Mittelhamster 27cm. Grund hierfür ist, dass ein Hamster in zu kleinen Laufrädern seinen Rücken nicht gerade halten kann und es zu Haltungsfehlern kommt, die zu dauerhaften Schäden führen können.
Da Hamster nicht nur Buddler, sondern auch Läufer sind und in der Natur nachts viele Kilometer bei der Nahrungssuche hinter sich bringen, ist ein Laufrad unabdinglich. Es dient dem Stillen des natürlichen Laufdrangs, hält den Hamster fit und hilft beim Stressabbau.




Sandbad

Das Sandbad dient der Fellpflege. Man kann tatsächlich sagen, dass Hamster im Sand baden und sich darin sauber machen. Es hilft dem Hamster das Fell von überschüssigem Fett zu befreien.
Wichtig ist, dass man einen Sand auswählt, der für Chinchillas geeignet ist. Die Sandkörner sollten abgerundet sein, damit der Hamster sich nicht verletzen kann. Demnach ist Vogelsand völlig ungeeignet, da dieser Muschelsplitter mit scharfen Kanten enthält.
Ebenso ist ein angemessen großes Sandbad wichtig. So kann der Hamster darin Buddeln, Graben und sich ausgiebig Baden.
Bei Zwerghamstern, insbesondere Roborowski Zwerghamster, bieten sich abgetrennte Sandbereiche im Gehege an. Da Roborowski Zwerghamster in der Natur in Wüstengegenden leben, ist ein großer Sandbereich im Gehege empfehlenswert.




Gehege

Die Gehegegröße beträgt mindestens 5.000 qcm mit mind. 100cm in der Länge oder der Diagonale (z.B. 100 x50 cm). Je größer, desto besser. [In der jeweiligen Vermittlungsanzeige ist die Mindestgehegegröße für jeden einzelnen Hamster genannt.]
Ein Hamster sollte die Möglichkeit haben, mind. 1m am Stück laufen zu können.
Hierzu bieten sich wunderbar Rennbahnen an, die man leicht selbst bauen an. Dort können die Hamster am Stück laufen und man kann dennoch ungestört das Gehege einrichten.
Man sollte darauf achten, dass das Gehege genügend belüftet wird. Durch den Urin bilden sich schnell unangenehme Gerüche.
Das Gehge sollte nicht wesentlich höher als tief sein. Z.B. Ein Aqua, das (LxB) 120cm x 50 cm groß ist, sollte höchstens eine Höhe von 60cm haben, damit es eine gute Luftzirkulation gibt.

Gehegebeispiele




Holz

Das Holz im Gehege sollte keinesfalls harzen. Am besten eignet sich daher Laubholz.
Nadelholz ist nicht geeignet, durch die Harzstoffe im Nadelholz könnte es für den Hamster unangenehm sein. Daher ist es ratsamer, Häuse aus Laubholz zu nutzen und eher nur bei Zubehör wie Brücken, Röhren, etc. auf Nadelholz zurückzugreifen.
Als zusätzliches Holz beispielsweise bei Röhren bietet es sich an, Kork, Mangrove oder Rebholz zu nutzen. Mopaniholz kann giftig sein und ist daher nicht zu empfehlen. Sollte Mopaniholz über längere Zeit im Aquarium genutzt worden sein und dann gründlich gereinigt und desinfiziert wurde, kann es genutzt werden. Gerne geht man aber auf Nummer sicher und verzichtet darauf.
Holzzubehör im Gehege dient nicht nur der Abwechslung, sondern auch der Krallenabnutzung.



Höhen


Hamster (abgesehen von den chinesischen Streifenhamstern) sind keine guten Kletterer.
Sie können Höhen schlecht abschätzen und lassen sich überall runterfallen.
Daher ist es wichtig, darauf zu achten, dass Zwerghamster nicht tiefer als 10 cm und Mittelhamster nicht tiefer als 15 cm fallen können.
Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass ein Hamster nicht auf Kanten oder spitze Gegenstände fallen kann.




Einstreu


Auf dem Markt gibt es viele verschiedene Einstreuarten.
Generell ist zu sagen, dass die Einstreu ohne Duftstoffe sein muss und auf den Hamster individuell abgestimmt werden sollte.
Bei Teddyhamstern ist Hanf- oder Leinenstreu zu empfehlen. Das lange Fell verfilzt bei normaler Einstreu relativ schnell und dem Hamster selbst ist es nicht möglich, dies zu verhindern.
Bei Zwerg- und Goldhamstern ist normale Einstreu zu empfehlen. Man sollte darauf achten, dass diese nicht zu sehr staubt, da es zum Einen den Menschen beim Einstreuen stört und zum Anderen den Hamster beim Buddeln.





Sonstiges Zubehör

Hamster benötigen auch im Gehege und Auslauf Abwechslung, damit sie genügend beschäftigt sind. Denn wenn sie aktiv sind, schlafen die Besitzer meist.
Darum kann man noch viele Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten.
Dazu gehören zum Beispiel (vorausgesetzt es wurde gereinigt und desinfiziert):
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Röhren (Korkröhre, Birkenröhre)
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Brücken (Korktunnel, Birkentunnel)
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Rennbahn (sehr leicht selbst zu bauen)
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Ebenen (können ebenfalls leicht selbst gebaut werden)
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Steine (Regenbogenstein, Schieferplatten)
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Verschiedene Streuarten
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Buddelbereiche
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Sand-Lehm-Gemische
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Labyrinthe
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